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Liberales Judentum in Deutschland

Liberales Judentum ist eine der großen Strömungen innerhalb des Judentums und stellte bis zum Holocaust die größte jüdische Strömung in Deutschland dar. Es begreift die Offenbarung als einen dynamischen Prozess zwischen G'tt und dem Menschen. Schon immer war Judentum eine pluralistische Religion, die sich über die Zeit hinweg sowohl der Bewahrung und Erneuerung gewidmet hat. Liberales Judentum (auch progressives Judentum oder Reformjudentum genannt) möchte diesen dynamischen Prozess fortführen und die jüdische Religion im Kontext unserer Zeit leben. Dazu gehören u.a. Gebete auf der Landesprache und die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Vorbeterin

 Die jüdisch liberalen Gemeinden Deutschlands werden durch die Union Progressiver Juden in Deutschland e.V. repräsentiert. Für ausführliche Informationen über liberales Judentum, inklusive deren 35 Grundsätze möchten wir sie einladen die Webseite der Union Progressiver Juden in Deutschland e.V.(externer Link) zu besuchen.

Webseite der Union Progressiver Juden in Deutschland e.V.

Der folgende Text ist ein Auszug der Webseite der Union Progressiver Juden in Deutschland e.V.:

"Das progressive Judentum in seiner liberalen und reformorientieren Ausprägung ist als Alternative zum orthodoxen Judentum die vorherrschende Richtung innerhalb der jüdischen Religionsgemeinschaft. Seine Ursprünge sind vor allem in Deutschland des 18. und 19. Jahrhunderts zu finden und gehen auf Ideen von Moses Mendelssohn, Israel Jacobsohn, Leopold Zunz, Abraham Geiger und Zacharias Frankel zurück. Dabei wird die Offenbarung nicht als ein einmaliger Akt verstanden, bei dem Moses durch Gott wörtlich die Thora ("schriftliche Lehre") sowie alle Auslegungen ("mündliche Lehre", später im Talmud niedergeschrieben) erhalten hat, sondern als ein fortdauernder, von Gott ausgehender und durch Menschen vermittelter dynamischer und fortschreitender ("progressiver") Prozess begriffen. Die jüdische Tradition verpflichtet daher sowohl zur Bewahrung als auch zur Erneuerung. Die Texte der hebräischen Bibel sind einer historisch-kritischen Erforschung nicht entzogen.

Das progressive Judentum bildete in Deutschland bis zur Schoa die Mehrheit innerhalb der "Einheitsgemeinden". Heute ist das progressive Judentum die Hauptrichtung im angelsächsischen Judentum. Organisiert sind die jüdischen reformorientierten, liberalen und progressiven Gemeinden in der World Union for Progressive Judaism, die 1926 unter maßgeblicher Mitwirkung des großen deutschen Rabbiners Dr. Leo Baeck gegründet wurde. Mehrere Gemeinden der deutschsprachigen Union progressiver Juden gehören der World Union an."

Webseite der Union Progressiver Juden in Deutschland e.V.

 

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